Die Braunschweig Lions empfangen am Samstag die Potsdam Royals zum ersten Heimspiel der neuen Saison im Stadion Luftschiffhafen. Nach dem dramatischen 15:14 Auswärtssieg bei den Berlin Rebels und einer anschließenden Bye Week wollen die dreifachen GFL Bowl Champions vor heimischem Publikum den nächsten Schritt machen. Dabei geht es nicht nur um den zweiten Sieg im zweiten Saisonspiel, sondern auch darum, spielerisch konstanter aufzutreten als noch beim Auftakt in Berlin. Denn trotz des Sieges waren die Royals intern keineswegs zufrieden mit der eigenen Leistung. Defensive Back Ruben De Ruyter sprach im PassionPress Medientalk ungewöhnlich offen über den Saisonstart: "Berlin hat uns eigentlich das Spiel geschenkt. Wir hatten kein Business, um das zu gewinnen. Trotzdem hatten wir am Ende den Win, das ist das Wichtigste. Hoffentlich können wir daraus lernen und unsere Fehler so anpassen, dass wir so etwas nicht wieder haben." Gerade diese Selbstkritik zeigt, mit welchem Anspruch die Royals in die neue Saison gehen. Potsdam ist nicht nur Titelverteidiger, sondern hat die vergangenen drei GFL Bowls in Folge gewonnen. Entsprechend hoch sind die Erwartungen innerhalb des Programms. De Ruyter sagte dazu: "Der Standard und die Erwartungen sind bei uns sehr hoch. Wir möchten eigentlich in jedes Spiel mit dem Ziel gehen, es zu gewinnen." Gegen Braunschweig wartet nun ein Gegner, der zwar mit zwei Niederlagen in die Saison gestartet ist, aber keinesfalls unterschätzt werden soll. Die Lions verloren zum Auftakt deutlich bei den Dresden Monarchs, zeigten danach gegen die Kiel Baltic Hurricanes aber eine klare Leistungssteigerung und waren lange nah am ersten Saisonsieg. Quarterback Ryon Thomas, Peter Anderson, Leon Kusterer und Arvid Lippels deuteten dabei an, dass Braunschweig offensiv durchaus gefährlich werden kann. Auch Offensive Line Coach Conrad Schmid warnte im PassionPress Medientalk davor, die Ergebnisse der Lions zu oberflächlich zu bewerten: "Braunschweig ist nach wie vor Braunschweig, Rekordmeister in Deutschland. Die haben viel erreicht und eine sehr lange Geschichte und eine sehr gute und starke Football Tradition in der Stadt." Für Schmid ist klar, dass die Tabelle nach zwei Wochen nur bedingt aussagekräftig ist: "Das Ergebnis erzählt nicht die ganze Wahrheit." Ein Vorteil für Potsdam könnte die zusätzliche Vorbereitungszeit sein. Durch die Bye Week konnten die Royals beide bisherigen Auftritte der Lions ausführlich analysieren. Schmid erklärte: "Wir hatten diesmal das Privileg, zwei Wochen Spielfilm von Braunschweig sehen zu können. Das hilft uns als Coaches massiv, uns besser vorzubereiten." Besonders mit Blick auf den neuen Coaching Staff der Lions sei das wertvoll gewesen, weil man nun Tendenzen im System erkennen könne. Auch De Ruyter sieht die Royals besser vorbereitet als noch vor dem Auftakt: "Jetzt mit zwei Wochen Game Film gegen Dresden und Kiel kann man schon ein paar Tendenzen rausholen. Wer ist der neue Quarterback? Was ist die Strategie vom Coaching Staff? Ich denke, wir sind gut vorbereitet." Für die Royals wird es dennoch entscheidend sein, offensiv schneller in den Rhythmus zu kommen. Gegen Berlin brauchte Potsdam lange, ehe Quarterback Xeaiver Bullock und die Offense in der zweiten Halbzeit besser funktionierten. Am Ende reichten wichtige defensive Stops, ein Turnover und eine klare Leistung der Defense, um den Sieg zu sichern.
Verein
Braunschweig Lions kämpfen um ersten Saisonsieg
Die Braunschweig Lions treffen am Samstag auf die Potsdam Royals. Die Lions wollen ihren ersten Saisonsieg einfahren, während die Royals auf der Titelverteidigung bestehen.
Braunschweig Hub